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Yoga

Yoga am Strand
Buddha-Figur

Der Begriff Yoga kommt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet "anjochen" oder "anschirren" - wie die Tiere beim Anschirren mit dem Wagen verbunden werden, soll der Geist und die Seele mit dem Körper vereinigt werden.

Yoga hat seine Wurzeln im indischen Hinduismus und entwickelte sich über viele Jahrtausende hinweg - zuerst erwähnt wurde Yoga in den Vedas, den heiligsten Schriften des Hinduismus. Yoga ist als ratgebender Lebensbegleiter zu sehen.

Es gibt die verschiedensten Yoga-Übungen, die aber alle zusammen ein Ziel haben: Nämlich den Körper, den Geist und die Atmung miteinander zu harmonisieren und zu verbinden.

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, der vor allem die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Die vielen Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel ist, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz – z. B. Lotossitz – verweilen kann. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Die Asanas wurden weiterentwickelt, und die körperliche Betätigung im Yoga bekommt in unserer Zeit einen immer höheren Stellenwert. Einen ersten Niederschlag findet diese Entwicklung in der Entstehung des Hatha Yoga. Die „Hathapradipika“, ein Text aus dem 15. Jahrhundert, legt die Techniken dar, die den Körper als effektives Mittel zum Erreichen der existentiellen und spirituellen Ziele des Yoga einbeziehen.

Hatha-Yoga 

Yoga am Strand
Yoga am Strand

Hatha Yoga ist der wohl bekannteste aller Yogastile weltweit und stellt Asanas (Bewegung) und Pranayama (Atem) in den Vordergrund – aber auch Meditation spielt eine Rolle. Der Yogastil schließt viele klassische Yoga-Übungen wie den Sonnengruß oder den Herabschauenden Hund mit ein. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus "Ha" (Sonne, Kraft) und "tha" (Mond, Stille) zusammen – beim Hatha Yoga sollen also zwei eigentlich einander entgegengesetzte Kräfte vereint werden.

Für Hatha Yoga gibt es eine Art Grundlagenwerk, die Hatha-Yoga Pradipika. Übersetzt bedeutet Pradipika soviel wie Lampe, Leuchte oder Licht. So wie Hatha Yoga als Stil selbst ist das Yoga Pradipika die vermutlich bekannteste Schrift des Yoga weltweit.

Welche Vorteile hat Hatha Yoga?

Hatha Yoga stellt fließende, ruhige Bewegungen sowie Atemübungen in den Vordergrund, die vor allem der Entspannung dienen. Das macht diesen Stil des Yoga so reizvoll.

 Folgende Vorteile hat regelmäßiges Hatha Yoga:

  • Verbessert das Gleichgewicht

  • Stärkt die Muskeln und die Flexibilität

  • Entstresst und wirkt entspannend / Stressresistenz nimmt zu

  • Lockert Verspannungen und Blockaden

  • Durchblutung wird verbessert

  • Schlafstörungen lassen nach

  • Herzschlag wird beruhigt

  • Gedanken und der Geist beruhigen sich

  • Rückenschmerzen sowie Nackenschmerzen lassen nach

Yin Yoga

Yoga am Strand
Yoga Pose

Yin Yoga ist ein eher passiver Yogastil, beim dem die Asanas (Positionen) lange gehalten werden 3-5 Minuten, Fortgeschrittene auch länger). Beim Yin Yoga liegt der Fokus mehr auf den tieferen Körperschichten wie Gelenken, Bändern, Sehnen und vor allem auf den Faszien, weniger auf den Muskeln. Wir versuchen dabei, möglichst passiv zu bleiben und ohne große muskuläre Anspannung in die Positionen zu gehen. Wir geben uns dabei ganz der Schwerkraft hin mit dem Ziel des Loslassens auf allen Ebenen, körperlich, geistig und seelisch.

Yin Yoga verbindet Yoga mit dem daoistischen System und der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die Yin Yoga Positionen sind den 12 Haupt-Meridianen (Jing Mai)  – und diese wieder den 5 Elementen WasserHolzFeuerErdeMetall – zugeordnet.

Meridiane sind Energiebahnen in unserem Körper, durch die das Chi (Qi), unsere Lebensenergie fließt. Ist der Chi-Fluss gestört, kann das zu diversen Beschwerden führen. Das Öffnen und Harmonisieren dieser Kanäle kann helfen, Schmerzen zu lindern, das Immunsystem zu stärken, Organfunktionen zu verbessern und Körper und Seele wieder in Balance zu bringen.

In weiten Teilen entsprechen die Meridiane in ihrem Verlauf dem Verlauf der Faszienketten in unserem Körper, somit ist Yin Yoga auch ein ideales Training für die Faszien, bei dem durch das lange Halten der Positionen die Faszien gedehnt und Verklebungen und Verspannungen gelöst werden. Yin Yoga ist eine Art des Faszientrainings – aber es kann noch viel mehr: Yin Yoga wirkt ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele und man kann es sogar als Vorstufe der Meditation bezeichnen. Gerade Menschen, die es schwer haben, zu meditieren, finden durch Yin Yoga einen leichteren Zugang. 

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